2017 07 28 vorschau

Anfang Juli fand zeitgleich die DATEV Challenge Roth und die Ironman European in Frankfurt a. M. über die Triathlon Langdistanz statt. Die Königs-klasse im Triathlon – 3,8 km schwimmen – 180 km radeln und ein Marathon standen für Reiner Bordihn, Jürgen Große Gehling, Jens Kanis, eine RSV Staffel mit Melanie Otto (swim), Jens Junghans (bike) und Heidi Große Gehling (run), sowie Jürgen Gassmann als Radfahrer mit zwei Siegenern in einer Staffel, in Roth auf dem Programm.

Für die Rother Starter ging es bei sommerlichen Temperaturen in den frühen Morgenstunden zum Schwimmstart an den Main Donau Kanal. „Man bekommt immer wieder eine Gänsehaut und feuchte Augen wenn der Blick von der Brücke über den Bikepark und Schwimmstart schweift“, so Triathlonfachwart Jens Kanis. Eine Achterbahn der Gefühle und eine leichte Anspannung in der Magengegend hatten sicherlich alle Starter. Jürgen Große Gehling, der seine erste Langdistanz als Frischling in Angriff nahm, war der erste Starter, der um 7.20 Uhr ins Wasser ging. Gefolgt von Jens Kanis, der auf seiner 3. Langdistanz um 7.30 Uhr in den Kanal sprang. Danach Reiner Bordihn, „Mister Beständig“, der bereits seine 5. Langdistanz ins Auge gefasst hatte und um 7.45 Uhr die Startleine hinter sich ließ. Ab 9.00 Uhr konnte dann auch die Staffel ins Renngeschehen eingreifen. Melanie Otto, als gute Schwimmerin, konnte mit einer soliden Schwimmleistung den Staffelstab an Jens Junghans übergeben, der als sehr starker Rennradfahrer nach weiteren 5 Stunden und 24 Minuten an Heidi Große Gehling übergab. Als bekannt starke Läuferin machte sie sich dann auf den langen Weg zur Lende, zurück durch Roth und nach Büchenbach auf die Wendepunktstrecke. Heidi Große Gehling rockte ihren Marathon in 3 Stunden und 50 Minuten und konnte mit den anderen Staffelteilnehmern gemeinsam in einer Gesamtzeit von 10 Stunden und 41 Minuten über die Finishline laufen.

Auch die drei Einzelkämpfer Große Gehling, Kanis und Bordihn konnten nach den zwei Runden über jeweils 90 km durchs wellige Frankenland ohne Defekt oder Penalty auf die letzte und schwierigste Aufgabe, den Marathon, gehen. Jürgen Große Gehling, der nach einer sehr guten Radzeit, sich nun in den Laufschuhen auf den Weg machte, plagten bereits zu Beginn des Marathons Magenkrämpfe und Übelkeit. Aber das macht halt solche Eisen-männer aus - er kämpfte sich Kilometer für Kilometer vorwärts, angefeuert auch von vielen mitgereisten Fans und dem tollen Rother Publikum und erreichte auf dem roten Teppich im Rother Stadion überglücklich die Ziellinie in einer tollen Zeit von 10 Stunden und 45 Minuten. Jens Kanis kämpfte sich nach einer soliden Radleistung auch über die Laufstrecke und es ging ihm weit besser als in 2015, als er leider nach dem Halbmarathon, geschüttelt von Übelkeit und Erbrechen, den Wettkampf abbrechen musste. Diesmal hatte Kanis seine Wettkampfernährung etwas umgestellt und konnte so, ohne große Probleme, den Schweinehund auf 42 km besiegen und zufrieden und glücklich in einer Zeit von 12 Stunden und 29 Minuten über die Ziellinie laufen. Reiner Bordihn, der Dritte im Bunde, in der Woche zuvor noch erkrankt und durch 2 Radunfälle in der Vorbereitung zurückgeworfen, spulte wie ein Uhrwerk die drei Distanzen ab. Aber auch für ihn war diesmal der Marathon besonders hart, konnte aber auch seine 5. Langdistanz in knapp 14 Stunden finishen - eine wahrhaft starke Leistung mit dieser Vor-geschichte.

Durch die neue Wendepunktstrecke konnten sich Athleten, Betreuer und Fans öfter sehen und sich entsprechend anfeuern und motivieren lassen. Daher geht auch ein besonderer Dank an die Betreuer, Begleiter und Fans und vor allem die Partner, die viel Geduld aufbringen und teilweise wenig Freizeit mit ihren Eisenmännern während der monatelangen Trainingszeit verbringen.

In Frankfurt gingen Andreas Klappert und Egbert Feldmann ans Werk, wo die Temperaturen noch etwas höher lagen als in Roth. Im Rolling Start mit über 2.500 Athleten ging es für beide in den Langener Waldsee. Sie erkämpften sich Ihre Position und stiegen mit für sie soliden Schwimmzeiten aus dem Wasser. Auf dem Rad sind beide eine Macht. Leider stürzte Egbert Feldmann in einer Kopfsteinpflasterpassage, setzte aber trotz eines nach dem Rennen diagnostizierten Armbruchs, im Adrenalinrausch das Rennen fort und finishte in einer Gesamtzeit von 13 Stunden und 50 Minuten.

Andy Klappert kam nach seiner akribischen Vorbereitung, die auch von einigen Verletzungssorgen geprägt war, unter seiner Wunschzeit von 11 Stunden mit 10 Stunden und 46 Minuten ins Ziel. Er ist damit sehr zufrieden, nachdem auch er in Roth 2015 das Rennen vorzeitig beenden musste.

 

 

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